GIRLS AND CARS - in a colored new world
Ein Film von Thomas Woschitz
Österreich / Kanada 2004 l 30 min l 35 mm l 1:2.35 l Dolby SRD l
Englisch, Deutsch (mit engl. + franz. UT)
Uraufführung: Cannes 2004 - Semaine de la Critique
Regie und Drehbuch: Thomas
Woschitz
Kamera: Arthur Cooper
Ton: Benito Amaro
Kostüm und Make-up: Michaela Haag
Musik: Oliver Welter, Stefan Deisenberger
Produktion: AMOUR FOU Filmproduktion
Produzenten: Gabriele Kranzelbinder, Alexander Dumreicher-Ivanceanu
Förderungen: BKA.Kunst, ORF, Land Kärnten
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Festivals:
Weltpremiere: Cannes 2004 - Semaine de la Critique
Internationales Filmfestival Locarno 2004
Viennale - Vienna International Film Festival .2004
Nevers 20.9. -25.9. 2004
Seoul Short 28.10. - 31.10. 2004
Brest 6.11. - 14.11.2004
Vendome 3.12. - 10.12. 2004
Paris Tout Court 07.12. - 14.12.2004
Imola 8.12. - 12.12. 2004
Triest 20.1. - 27.1. 2005
53. Trento Int.
Film Festival of Mountains and Exploration 30.4. bis 8.5.2005
“Girls and Cars - in a colored new world”
Durch einsame Landstriche vorbei an Tankstellen und Motels geht die Fahrt,
von der Kamera in ausgewaschene Farben getaucht, von einem melancholischen
Soundtrack begleitet. Man fühlt sich an das Universum von David Lynchs‘
„Twin Peaks“ erinnert – auch hier bleibt das Handeln
der Protagonisten mitunter verrätselt und Situationen lösen
sich in kuriosen Szenerien auf, was von den Josefs stets gelassen hingenommen
wird. Wie wahre Western-Helden sprechen sie nicht viel. Die Dialoge sind
sparsam und präzise gesetzt, von den kongenialen Darstellern im Dialekt
trocken serviert. Thomas Woschitz schickt seine Protagonisten durch eine
skurriles Roadmovie – mit schrägem Humor und einem unerwarteten
Ende. Es ist ein Vergnügen, die vier Josefs auf ihrer Reise zu begleiten,
die so manche Tücken und Ablenkungen bereithält.
„Tascheninhalt und Nasenbluten“ und „Blindgänger“
Schon in Teil eins und zwei der Trilogie
träumen die fünf Josefs von Kanada. Sie sind als Holzfäller
unterwegs und treten der Enge der Bergwelt wortkarg und mit Fernweh entgegen.
Mit seinen melancholischen Antihelden, die jede Situation mit einer lakonischen
Bemerkung zu quittieren wissen, verstehen es Thomas Woschitz meisterhaft,
atmosphärisch dichte Bilder mit ironischen Untertönen zu schaffen.
In bestechenden Schwarzweiß-Bildern konzentrieren sich die Filme
auf Landschaftsansichten, Gesichter, Alltagsdetails und scheinen wie experimentelle
Heimatfilme: Themen wie Eifersucht, ein Mord im Bergbauernmilieu oder
der Kampf mit der Natur erinnern an dieses Genre ebenso wie der Soundtrack,
der mit Versatzstücken von Volksmusik und melodramatischem Filmscore
spielt.
(Andrea Pollach)
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